Endlich! (M)Ein Traum wird wahr – nachdem schweizer Forscher ökologische Fußabdrücke für Lebensmittel berechnet haben, geht Schweden einen Schritt weiter in Richtung Zukunft und verpasst Lebensmittel-Packungen eine Kennzeichnung, die die Umwelt- bzw. Klimaverträglichkeit wiedergibt:
“Pro Kilo Produkt 0,87 Kilo CO2″ klebt neuerdings auf Haferflocken-Päckchen in Schwedens Supermärkten. Mit dieser Art von Transparenz geht das skandinavische Land beim Klimaschutz völlig neue Wege. Denn um den Ausstoß von schädlichen Treibhausgasen zu drosseln, konzentrieren sich Europas Regierungen nur auf sparsame Autos oder Energiesparlampen – und sie diskutieren über die Notwendigkeit von Wäschetrocknern.
(Quelle: Spiegel – Lebensmittel-Kennzeichnung. Futtern für das Klima)
Diese Kennzeichnung ist meiner Meinung nach vor allem ein Schlag ins Gesicht für die Horde an Bio-Zombies, die Bio- und Ökoprodukte mehr zwecks Lyfestyle, Gesundheit und Gewissen kaufen. Dank einer solchen Kennzeichnung kann jeder selbst überschauen, wie umweltverträglich er oder sie konsumiert – und um wie viel umweltfreundlicher es sich konsumiert, wenn unnötige Produkte einfach gemieden werden.
Wie lange das wohl noch dauert, bis auch die brüsseler und auch die deutsche Bürokratie (die auch bisherige Kennzeichnungen lieber verwerfen will, siehe auch hier) sich zu dieser sinnvollen Maßnahme durchringt?
naturgetr.eu










Ehrlich gesagt bereitet mir diese CO2-Kennzeichnung eher ein wenig Bauchschmerzen – denn sie zementiert die mittlerweile in allen Mainstreammedien wiedergekäute völlig einseitige Fokussierung auf diesen Teil der Produktion – das CO2 -, und lässt alles andere komplett unter den Tisch fallen. Was habe ich von einem Gegenstand, dessen Produktion kaum CO2 in die Luft bläst und dann mit dieser Angabe prahlen kann, wenn gleichzeitig diverse andere Giftstoffe anfallen oder die Produktion auf dem Rücken von Menschen (Ausbeutung) etc. stattfindet?
Ja, das ist soweit schon richtig, aber es ist immerhin ein gewaltiger Schritt in die Richtige Richtung. Dass nicht alle Probleme von heut auf morgen gelöst werden, ist denk ich klar. Ausserdem, was Deinen Einwand bzgl. der Produktionsumstände zitiere ich aus dem oben verlinkten Artikel:
Also doch ein sehr weitgehender Ansatz, gerade für einen derartiges Novum.