Das “Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden” (was in meinen Ohren eher nach einem Planungsstab klingt als nach einer Aufarbeitung) hat heute, 17. Oktober 2009, dazu aufgerufen, so genannte Killerspiele in einen eigens dafür auf dem Platz vor der Staatsoper aufgestellten Container zu übergeben, damit diese dann der Vernichtung zugeführt werden können. Weitere Berichte gibts auch hier und hier.
Nachtrag: Weitere Berichte über die Aktion des Bündnisses sind auf stigma-videospiele.de gesammelt worden, auf netzpolitik.org gibt es ein Video, in dem auch der Inhalt des Sammelcontainers zu sehen ist.
Wie geht es weiter? Die nächsten Schritte:
Nachdem dieser Schritt nun getan ist, rufe ich dazu auf, auch andere gewaltverherrlichende Medien engültig den Flammen zu übergeben; den Anfang sollte – wie es dem Werk zu gebühren scheint – die Bibel machen.
Diese ist seit langem als extrem gewaltverherrlichend bekannt – sie untergräbt verantwortungsbewußtes Handeln (siehe hier) und ruft zu Hass und Gewalt z.B. gegen Andersdenkende, Homosexuelle und Frauen auf (vgl. zum Beispiel hier und hier).
Damit muss endlich Schluss sein! Stoppt die Verherrlichung der Gewalt und die Verrohung der Menschheit! Und stellt diejenigen, die diesem Buch der Gewalt gehuldigt haben und seine verrohenden Lehren in den Alltag der Menschen getragen haben, an den Pranger! Denn wie die Bibel schon sagt: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Deshalb rufe ich dazu auf, alle Bibeln in speziell dafür einzurichtenden Sammelstellen abzugeben, von wo aus sie dann ihrer Unschädlichmachung entgegenstreben.
Als Termine für die Verbrennungen schlage ich vor:
- 31.10.2009 (Nacht auf den 1.11.)
- an den Sonntagen 29.11., 6., 13. und 20. Dezember
- tägliche Verbrennungen am 24. -26.12.2009
Noch ein Nachtrag: Bevor wieder wütende Email von (gut- und/oder leicht-)gläubigen Menschen kommen: natürlich ist dieser Aufruf nicht als solcher gemeint, sondern soll auf zynisch-sarkastische Weise darstellen, wie unsäglich hohl, nichtssagend und vor allem wie einseitig, vorurteilsbeladen und bigott solche Aktionen wie die des “Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden” sind.
Und es ist traurig, dass man das heutzutage noch dazuschreiben muss – scheinbar halten manche Leute Bücherverbrennungen und Pogrome für tatsächlich legitime und angemessene Mittel, ihre Meinung gegenüber Andersdenkenden durchzusetzen – zumindest so lange es für “die richtige Sache” ist. Das ist so arm, wies ärmer nicht mehr geht.
naturgetr.eu










Was haben 1938 und 2009 gemeinsam?
Medienvernichtungsaktionen á la Bücherverbrennung.
Lass stecken, kapiert eh keiner!