Update zu Fastfood vs. Klima Meinung sagen

09:12 am 6. Oktober 2009 , , ,

Neuigkeiten im Bereich der umweltschädlichen Rinderzucht am Amazonas:

Die vier größten brasilianischen Rinderunternehmen gaben gestern in Sao Paulo bekannt, ab sofort keine Rinder mehr aus neu gerodeten Urwaldgebieten zu beziehen. Die Konzerne JBS-Friboi, Bertin, Marfrig und Minerva verpflichten sich damit zu einem Moratorium auf die weitere Umwandlung von Wald in Weideland. Für eine entsprechende Überwachung müssen sich die Farmer mit ihren Satellitennavigations-Daten registrieren. (Quelle)

Greenpeace hat neben ausführlicheren Informationen noch ein Factsheet und eine Studie (beides PDF) am Start.

Diese Entwicklung ist sicherlich positiv zu bewerten. Andererseits frage ich mich, ob dafür nur NGO wie Greenpeace verantwortlich sind, oder ob es hier auch eine nennenswerte Beteiligung staatlicher Stellen gegeben hat. Ich nehme an, eher nicht – was wiederum die These unterstützen würde, dass sich staatliche Stellen aufgrund der NGO immer mehr aus der Verantwortung zurückziehen.

Wehe dem Land, das Helden braucht“  – dieser Ausspruch Brechts gilt auch für dem Umweltschutz. Die Politik verlässt sich zu sehr auf die Arbeit der NGO (nicht nur im Bereich Umweltschutz). Die Folgen: Sehr aktive NGO, die zwar Kampagnen fahren können, die aber nur punktuelle bzw. zeitlich begrenzt wirken können, da NGO eben nicht in der Lage sind, programmatische Inhalte per Gesetz zu einer langfristigen Politik umzuwandeln. Und genau langfristige und tiefgreifende Ansätze sind in diesem Bereich zwingend.

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