Wie hier schon geschrieben, sind Burger (McDonalds und Co.) Klimakiller. Greenpeace bloggt nun über die Zusammenhänge:
Die Nachfrage nach billigem Fleisch heizt gleichzeitig die Nachfrage nach Soja und damit die Urwaldzerstörung in Brasilien an.
Soja ist das wichtigste Futtermittel in der Massentierhaltung – Brasilien der größte Soja-Exporteur der Welt. Durch die Brandrodung von Urwäldern für den Sojaanbau wurde der Amazonasurwald – eine der größten Klimaanlagen des Planeten – massiv geschädigt.
Greenpeace ruft auch zur Teilnahme an der Google-Kampagne raise your voice / Climate Change Web Plattform auf.
Schön, dass das Umweltthemen gerade so en vogue sind – auch der diesjährige Blog Action Day am 15. Oktober hat den Klimawandel zum Thema. Aber weil ich geübter Pessimist bin (ich sollte als Schwarzseher im Fernsehen Beratung via Telefon anbieten) kommen mir dabei auch Gedanken jenseits der Hurra-Wolke:
- Besteht nicht die Gefahr, dass je mehr NGO und Kampagnen sich um dieses Thema kümmern, sich die real Verantwortlichen (Politik und Wirtschaft) davon zurückziehen – denn es wird ja was fürs Klima getan – und dadurch notwendige politische und ökonomische Prozesse nicht stattfinden?
- An die Stelle der Umweltpolitik ist inzwischen eine Klimapolitik getreten. Klimaschutz ist aber nur ein Teilbereich des Umwelt- und Naturschutzes. Die Fokussierung auf Klima (und Atomausstieg) lässt blinde Flecken in anderen Teilbereichen des Umweltschutzes entstehen.
- Ich bezweifle, dass eine nur punktuelle, von Kampagnen betriebene informationelle Aufklärung über Klimawandel und Co. ausreicht. Vielmehr muss sich unser Alltag in Richtung Nachhaltigkeit bzw. Ökologie ändern. Mal hier und dort am Schräubchen drehen ist lange nicht genug – Umweltpolitik muss absolute Priorität haben.
naturgetr.eu










Genau diese einseitige Fokussierung auf CO2/Klimapolitik finde ich auch durchaus bedenklich, denn sie lenkt doch von den vielen anderen Problemen ab und suggeriert, dass zB Autofahren, wenn man die CO2-Werte nur schön in gewissen Grenzwerten hält, eigentlich doch okay ist. Dass unser gesamter Lebensstil auf die Vernichtung des Lebensraumes angelegt ist, fällt dabei unter den Tisch und der Bürger kann erleichtert wieder an die Lösung aller Probleme durch technische Innovationen glauben, die keine ernstliche Änderung seines eigenen Verhaltens erfordert.
Sehr gut ausgedrückt – kurz und zutreffend. Nur: wie lässt sich das vermitteln? Das ist das Problem, sozusagen des Menschenpudels Kern.