12:40 am 14. September 2009 Bundestagswahl 2009, Klimaschutz, Konsum, Natur, Ökologie, Umweltpolitik, Wirtschaft
Das der Themenbereich Umwelt-, Natur und Klimaschutz nur eine kleine bis gar keine Rolle spielt, wurde gestern bei der TV-Duell genannten Unsäglichkeit mehr als deutlich, wir-klimaretter fasst zusammen:
In Sachen Klimapolitik haben die Kandidaten schlicht versagt: Beide gingen nicht ein einziges Mal auf das Thema ein – das Wort „Klima“ wurde nicht einmal erwähnt.
[...]
Klimapolitik wurde überhaupt nicht und grüne Jobs nur sehr kurz thematisiert. Erstaunlicherweise war es nicht der Vordenker des „Deutschlandplans “, sondern Kanzlerin Angela Merkel, die überhaupt mit Erneuerbaren Energien argumentierte. Beim Thema Atomausstieg erklärte Merkel, dass dies nur solange eine Brückentechnologie sei, bis man genügend Erneuerbare Energien zur Verfügung habe, die auch rentabel und bezahlbar seien. Sie frage sich nur, so Merkel, ob das bis 2020 zu schaffen sei. Dass gerade die Atomkraft dem Steuerzahler teuer zu stehen kommt, verschwieg Merkel.
Das zeigt eben auch, dass nicht das nicht Umwelt oder Klima wahlentscheiden sein werden, wie es in der von der Kampagne KlimaKanzlerIn gesucht in Auftrag gegebenen Studie behauptet wird. Warum diese Studien strukturell, formal und inhaltlich – und somit insgesamt – recht sinnfrei war, habe ich hier gezeigt.
Inhaltlich bewegt sich die Politik parteiübergreifend, aber auch Kampagnen wie KlimaKanzlerIn gesucht, immernoch in der Zauberwelt, in der mittels einer veränderten Wirtschafts- und Arbeitspolitik auch eine ökologische Wende geschafft werden kann. Auch die Grünen sind auf diesen Zug aufgesprungen; Insgesamt, so der offenkundige Grundkonsens, darf Umwelt-, Natur- Klimaschutz auf keinen Fall negative Auswirkungen oder Folgen auf die Wirtschaft und die Arbeitsmarktlage haben, weil sie sonst nicht akzeptabel sei. Wirtschaft hat alsounbedingten Vorrang vor Umwelt-, Natur- Klimaschutz.
Anders gesagt:
Die Gier der Wenigen, der Konsumismus der Massen und die Bequemlichkeiten der modernen westlichen Welt haben unbedingten Vorrang vor der Erhaltung und Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlage.
Dieser Grundkonsens ist also nicht nur sinnlos, wenn man für einen Schutz der natürlichen Umwelt um ihrer selbst willen fordert. Er ist auch dann sinnlos, wenn man – wie es inziwschen leider die Mehrheit tut – Natur- und Umweltschutz als Schutz der Ressourcen und der eigenen Gesundheit betreibt.
naturgetr.eu









